Das Ohr und das Hörtrainung

Freitag, 16. Mai 2008 12:49

Das Ohr als Hörorgan

Als Hörorgan kontrolliert das Ohr den sprachlichen und stimmlichen Ausdruck. Sprechen, Kommunizieren, Singen, Lesen und Schreiben ist vom richtigen Funktionieren des Hörsinns abhängig.

Das Ohr als Gleichgewichtsorgan

Als Sitz des Gleichgewichtsorgans steuert und koordiniert das Ohr Bewegungsabläufe des Körpers und ist mitverantwortlich für die aufrechte Haltung des Menschen. Es führt die Augen beim Lesen sowie den Arm, die Hand und die Finger beim Schreiben. Geräusche und Töne werden im Raum geortet, Zeit- und Rhythmusgefühl sowie räumliches Vorstellungsvermögen werden durch das Ohr gesteuert.

Das Ohr als Bildeglied zum Nervensystem

Das vegetative Nervensystem wird ebenfalls durch das Ohr beeinflusst. Am äußeren Gehörgang und am Trommelfell treten sensible Fasern des zehnten Hirnnervs an die Oberfläche (Nervus vagus). Dieser versorgt mit seinem dichten Netz von Verästelungen jene inneren Organe, die anfällig für psychosomatische Störungen sind. (z. B. der Hals-Nasen-Ohrenbereich, der Magen-Darm-Bereich). Damit kann Klang, je nachdem, ob es Wohlklang oder Lärm ist, Wohlbefinden vermitteln oder krank machen. Tiefe Frequenzen, zum Beispiel, können bei einem schlaffen Trommelfell starke Vibrationen auslösen, die den Nerv überreizen und Störungen in den inneren Organen verursachen.

Das Ohr als Energiequelle

Als Energiezentrale verwandelt das Ohr akustische in elektrische Impulse und versorgt die Großhirnrinde mit Energie. Diesen „Auflade-Effekt“ haben vor allem Töne mit breitem Obertonspektrum, was sich in geistiger Wachheit und Vitalität äußert.

Eine Stimulation von Gehirn und Nervensystem findet bereits vor der Geburt statt. Tomatis war ein Pionier in der pränatalen Hörforschung.

Thema: 2. Warum ist das Ohr so wichtig? | Kommentare (0) | Autor: